-
Title
-
Halbe Rustüng with Relief Decoration
-
Collection Location
-
Deutsches Historisches Museum (German Historical Museum), Berlin, Germany
-
Date
-
1537
-
Location
-
Southern Germany/Alpine region
-
Description
-
Die kantige Säule ist im Querschnitt fast rechteckig, unten mit
gerundeten Kanten. Sie hat am hinteren Ende eine kleine
Wange, die unten von einer Lippe abgeschlossen wird. Alle Flächen sind verbeint, die Seitenflächen sind mit in Relief geschnittenen Chimären, Ranken, geometrischen Mustern, Blüten und
Laubwerk bedeckt. Aufaf deder glatt geschliffenen Wange ist eine
Jagdszene eingraviert. Die Darstellung zeigt einen Reiter, der
mit seinem Schwert auf einen Hirsch herabstößt. Die glatten
Flächen der Oberseite werden ebenfalls von Gravuren
geschmückt, die allerdings stark abgenutzt sind. Hinter dem
Gabelniet ist noch ein Wappenschild zu erkennen, die tief
geschnittene Daumengrube ist im Schachbrettmuster geschnitten. Der gesamte obere Teil der Bogengabel ist abgebrochen.
Im Schlossbereich sind einige Bohrungen mit Beinscheiben abgedeckt, vor dem Züngel befindet sich ebenfalls eine
Ergänzung. Die Unterseite wird hinten mit der plastisch
geschnittenen Zahl »1537< auf einem doppelzüngigen Banner
abgeschlossen. Auf der Kolbenkappe befindet sich eine als
Relief geschnittene Figur
An das vierachsige Nussschloss schließt ein Fadenstecher
an. Die Nuss hat einige Fehlstellen und einen stählernen Einbau, ihr hinterer Teil ist vollständig mit einer Ergänzung aus
Stahl verstärkt. Der Nussfaden fehlt. Eine Wicklung aus braunem Faden schützt den Griffbereich des Schutzbügels, davor
und dahinter ist ein dunkelgrünes Büschel angebracht. Alle
außenliegenden Schlossteile aus Stahl sind geschwärzt.
☐Ein Gabelniet durchsetzt die Säule hinter dem Bogen, allerdings ist diese von unten verschraubt und die vierkantige Messingmutter oben in die Fläche eingelassen. Der Bolzenhalter
aus dunklem Horn ist abgebrochen.
Der Einbund aus braunem Hanfgarn ist in der üblichen
Form gebunden und hält den Bogen, das Sattelholz und den
Aufhängering mit der Säule verbunden. Die Oberfächen des
Stahlbogens zeigen grobe Feil- und Schmiedespuren, die Kanten der Wurfarme sind gefast. An einigen Stellen lassen sich
Reste dunkelgrüner Farbe nachweisen. Auf dem rechten
Bogenbauch ist eine kreisförmige Marke eingeschlagen, die
jedoch nicht identifiziert werden kann. Eine Fangschnur aus
dunklem Textil hängt lose am Bogen, hier sind dunkelgrüne
Büschel befestigt. Die Sehne fehlt.
-
Source
-
Lüken, Sven, Jens Sensfelder, and Felix Jäger. Die Armbrust Schrecken und Schönheit . München: Hirmer, 2019.
-
Crossbow Top Measurements
-
Prod length: 608 mm
Prod cross-section (center): 43.2 mm x 13 mm
Prod cross-section (outer): 29.2 mm x 9.2 mm
Total length of the crossbow: 660 mm
Stock length: 613 mm
Length from bow to lock: 212 mm
Stock cross-section at the bow: 59.7 mm x 44 mm
Stock cross-section at the trigger: 60 mm x 64 mm
Stock cross-section at the base: 44 mm x 35 mm
Nut diameter x width: 37 mm x 33 mm
Width of lock parts: 8.7 mm
Weight: 3.78 kg